Humanitäres Völkerrecht und Humanitäre Bildung

Da selbst im Krieg nicht jeder so handeln darf wie er es möchte, gibt es das Humanitäre Völkerrecht, das den Menschen ein Minimum an Schutz gewähren soll. Der Auftrag der Bundesregierung an das Deutsche Rote Kreuz lautet, der Bevölkerung die Grundsätze des Humanitären Völkerrechts zu vermitteln. Und das bereits im Frieden - damit das HVR im Falle eines Krieges gewahrt wird.

Das Jugendrotkreuz hat aus diesem Grunde Bildungsangebote, Projekten, Aktionen und Kampagnen entwickelt, die vielerlei Möglichkeiten bieten, sich mit dem HVR, insbesondere mit (Un-)Menschlichkeit, zu beschäftigen.

Im Zeichen der Menschlichkeit - unsere Ziele

Unmenschlichkeit ist auf unserer Welt allgegenwärtig: Physische und verbale Gewalt, Krieg, Mobbing und Rassismus, Belästigung und Vergewaltigung als auch die Ignoranz, die Gewalttäter schützt, begegnen uns immer mehr in unserem Alltag.

Das Jugendrotkreuz möchte der Unmenschlichkeit begegnen. Mit Projekten und Aktionen, die auf die Missstände aufmerksam machen, die wir mittelbar oder unmittelbar wahrnehmen. Wir möchten ein Bewusstsein schaffen für das schützenswerte Humanitäre Völkerrecht und die Schwierigkeiten, die seine Wahrung mit sich bringen kann.

Wir wollen jedem, der bereit ist, sich auf eine spannende Expedition einzulassen, die Menschlichkeit in Form der Werte und Prinzipien der Genfer Abkommen und des Humanitären Völkerrechts nahebringen.

Aktuelle Formate in der humanitären Bildung

Es liegt uns sehr am Herzen, das Humanitäre Völkerrecht Kind- und Jugendgerecht zu verbreiten. Unsere Angebote geben Jungen und Mädchen die Möglichkeit, sich aktiv und kreativ mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Wir bieten an:
Das Rollenspiel "Youth on the Run"
Die Zertifizierungskampagne "Humanitäre Schule" (Angebot für Schulen)

Youth on the Run


24-Stunden Live-Rollenspiel

Youth on the Run ist ein Live-Action Rollenspiel welches das JRK gemeinsam mit den DRK Gemeinschaften umsetzt. Die Teilnehmenden nehmen für 24 Stunden die Rolle somalischer Flüchtender ein.

"Nur was du erlebst, kannst du verstehen!"

Innerhalb von 24h macht ihr Erfahrungen, die echten Fluchterlebnissen nachempfunden sind. Wie geht ihr mit der Unsicherheit um, oder damit, nicht zu wissen, wie lange ihr wo bleiben könnt? Welche Entscheidungen trefft ihr - und helfen sie später dabei, Asyl in Deutschland zu bekommen? Was ist euch wichtig und für euch schützenswert? Wann fühlt ihr euch sicher? Wie fühlt es sich an, ständig auf Fremde angewiesen zu sein und nicht zu wissen, was als nächstes passiert?

Youth on the Run kann und will ein Denkanstoß zur Beschäftigung mit Flucht, Fluchtursachen und Asyl sein. Und der Spaß kommt trotz des ernsten Themas nicht zu kurz.

Ziel des Rollenspiels

Ziel ist es, durch gezielte Information, Selbsterfahrung und -Reflektion die Empathie und das Verständnis Jugendlicher für die Situation von Menschen anderer Herkunft zu fördern, und somit Rassismus und Vorurteilen entgegenzuwirken. Die Jugendlichen sollen aus den Erfahrungen lernen, die Informationen und Meinungen kritisch zu hinterfragen, denen sie täglich in den Medien begegnen.

Termine

2018 sind an folgenden Wochenenden Runs im DRK Logistikzentrum Nottuln geplant:

  • 26.-27. Mai
  • 25.-26. August 
  • 6.-7. Oktober oder 13.-14. Oktober

Teilnahme

Eine Teilnahme ist für jede*n ab 14 Jahren möglich. Die Anmeldung zu einem Run kann sowohl per Mail an katharina.plate@DRK-westfalen.de (hier bitte Kontaktdaten mitsenden) als auch über die JRK-Veranstaltungsdatenbank erfolgen.

 

 


Humanitäre Schule


Zertifizierungskampagne für Schulen

Die Kampagne

Mit einer Kampagne zur Zertifizierung von Schulen als „Humanitäre Schulen“  möchte das JRK Westfalen-Lippe die Auseinandersetzung von Schüler*Innen mit dem Rotkreuz-Grundsatz Menschlichkeit fördern.

Das Jugendrotkreuz setzt sich für die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und die Würde aller Menschen ein. Diese Haltung wollen wir im Rahmen der Kampagne in die Schulen tragen und das Engagement der Schüler*Innen im Zeichen der Menschlichkeit stärken. 

Bestandteile der Kampagne

  • Ausbildungswochenende für mind. zwei Scouts/Schule
  • Durchführung eines Planspiels, bei dem ein fiktiver humanitärer Konflikt zu lösen ist, und das von zwei ausgewählten und als Scouts ausgebildeten Schüler*innen angeleitet wird,
  • Umsetzung eines frei wählbaren humanitären Projektes.

Bisherige Umsetzung

Die Kampagne läuft bereits seit mehreren Jahren erfolgreich im JRK- Landesverband Niedersachsen. 2009 wurde erstmals in Westfalen-Lippe eine Schule aus Nordwalde als Pilotprojekt als "Humanitäre Schule" ausgezeichnet. Nach einer langen Pause starteten wir im Schuljahr 2016/2017 mit 13 Schulen aus Westfalen-Lippe in das Kampagnenjahr, die am 07.07.2017 ausgezeichnet wurden.

Als Schule mitmachen

...ist ganz einfach. Melden Sie sich einfach bis zum 01. September bei Katharina Plate, per Mail oder Telefon, an und starten Sie schon bald in ein tolles und aufregendes Kampagnenjahr.

 

 


Kontakt zu den Angeboten der humanitären Bildung

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